Kleine Äffchen huschen über das Dach meines Baumhauses, während ihre Mutter bereits oben in den Ästen auf sie wartet. Eines der Jungen bleibt noch einen Augenblick zurück, bevor sie es behutsam zu sich zieht und mit ihm in der Baumkrone verschwindet. Ich schaue ihnen nach und kann kaum glauben, was gerade vor meinen Augen passiert. Eben noch war ich mitten in Singapur unterwegs. Jetzt stehe ich im Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree zwischen den Bäumen und beobachte eine kleine Affenfamilie, die ganz selbstverständlich zu meiner neuen Nachbarschaft gehört.

Mitten im Regenwald von Singapur. Und rundherum: echte Wildnis.
Singapur – zwischen Skyline und Natur
Singapur ist eine Stadt, die mich immer wieder mit ihrem besonderen Mix aus moderner Architektur, asiatischer Kultur und üppiger Vegetation fasziniert. Kaum eine andere Metropole verbindet eine futuristische Skyline so selbstverständlich mit weitläufigen Gärten, alten Stadtvierteln und einer erstaunlichen Nähe zur Natur. Rund 6,2 Millionen Menschen leben inzwischen im Stadtstaat, der gerade einmal etwas mehr als 700 Quadratkilometer groß ist. Und trotzdem wirkt Singapur an vielen Stellen erstaunlich weit und grün.
Besonders rund um die Marina Bay zeigt sich das moderne Singapur. Das berühmte Marina Bay Sands mit seiner spektakulären Dachsilhouette, die Supertrees von Gardens by the Bay und die gläsernen Hochhäuser bilden eine Skyline, die fast unwirklich wirkt. Gleichzeitig liegen nur wenige Schritte entfernt die farbenprächtigen Pflanzenwelten von Gardens by the Bay, historische Viertel wie Chinatown, Little India oder Kampong Gelam und mit dem Singapore River eine der ältesten Lebensadern der Stadt.

Singapur ist eine der grünsten Metropolen des Planeten.
Gerade dieser Gegensatz macht eine Singapur Reise so besonders. Morgens durch die Häuserschluchten von Marina Bay, später ein Spaziergang durch die farbenfrohen Straßen von Little India oder Chinatown und am nächsten Tag plötzlich mitten im Regenwald – Singapur schafft es, Stadt und Natur nicht voneinander zu trennen, sondern beides ganz selbstverständlich miteinander zu verbinden.

Der futuristische Changi Airport Singapur: Er zählt zu den schönsten Flughäfen Asiens.
Von Singapur nach Mandai
Mit dem Auto geht es von Singapurs Zentrum in Richtung Norden, und schon nach kurzer Zeit verändert sich die Szenerie vor meinem Fenster. Ich hätte nicht erwartet, dass sich nur rund 30 Minuten von den Wolkenkratzern entfernt eine Landschaft auftut, in der sich Stadt und Wildnis so unmittelbar miteinander verbinden. Während der Fahrt nach Mandai bleiben die Hochhäuser langsam zurück, die Straßen werden ruhiger, die Vegetation dichter – und plötzlich scheint von der glitzernden Metropole, die ich eben noch erlebt habe, kaum mehr etwas übrig zu sein.
Zwischen der immer dichter werdenden Natur liegt das Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree, unmittelbar am Upper Seletar Reservoir. Auf rund 4,6 Hektar zieht sich das Resort durch die Landschaft, während das Wasser weit zwischen den Bäumen schimmert. Dazwischen verteilen sich gerade einmal 24 Baumhäuser – für mich gehören sie zu den außergewöhnlichsten Unterkünften, die ich bisher erlebt habe. Eines davon wird für die nächsten Tage mein Zuhause sein.

Die 24 Baumhäuser wurden erhöht angelegt, damit sich Wildtiere unter ihnen frei bewegen können.
Das 5-Sterne-Hotel Mandai Rainforest Resort
Erst im April 2025 wurde das luxuriöse Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree eröffnet. Zur Auswahl stehen 338 luxuriöse Zimmer und Suiten und 24 Baumhäuser, die zwischen dem Blätterwerk tatsächlich wie überdimensionale, schwebende Kugeln wirken. Ihre geschwungenen Formen sind den Samenkapseln der Purple Millettia nachempfunden, eines in Singapur heimischen Baumes.
Doch nicht nur ihre Form nimmt Bezug auf die Umgebung. Das gesamte Resort wurde um den vorhandenen Baumbestand herum geplant: Die Gebäude finden ihren Platz zwischen den Bäumen, die Baumhäuser sind erhöht gebaut, und selbst Dächer und Fassaden verschwinden stellenweise fast im tropischen Regenwald. Unter den Häusern bleibt Raum für Tiere, während die Vegetation bis unmittelbar an die Architektur heranreicht. So verschwimmen an manchen Stellen die Grenzen zwischen Gebäude und Natur fast vollständig.

Architekturkunst: Wenn ein Resort mit dem Regenwald zu verschmelzen scheint.
Mein Baumhaus über dem Regenwald
Kaum betrete ich mein Baumhaus, öffnet sich vor mir eine ungewöhnliche Verbindung aus modernem Luxus und tropischer Wildnis. Die runde Architektur, warme Holztöne, kräftige Farben und große Glasfronten geben dem 63 Quadratmeter großen Rückzugsort eine besondere Eleganz, ohne dass dabei das Gefühl verloren geht, mitten zwischen den Bäumen zu wohnen. Im Badezimmer setzt sich dieses Spiel fort: Eine freistehende Badewanne steht zwischen zwei großzügigen Waschbecken, während sich die Räume mit ihren geschwungenen Formen ganz selbstverständlich in die ungewöhnliche Architektur des Baumhauses einfügen. Von der großzügigen Terrasse reicht der Blick weit über den Dschungel und den See.

Sanctuary Treehouse: Dschungel, soweit das Auge reicht – und mittendrin ein See.
Vor mir breitet sich das Wasser aus, dahinter ziehen sich die dichten Baumkronen des Naturreservats bis zum Horizont. Der See wirkt von hier oben fast wie ein Gemälde – eine ruhige, weitläufige Wasserfläche, eingerahmt von der beeindruckenden Kulisse des Dschungels. Und auch akustisch erinnert wenig an ein klassisches Luxushotel. Schon am ersten Morgen höre ich durch die geöffnete Balkontür Vogelstimmen, das Rascheln der Blätter und Bewegungen irgendwo zwischen den Bäumen.

Warme Holztöne und natürliche Materialien holen ein Stück Regenwald ins Innere.
Unter den erhöhten Baumhäusern sind Wildschweine im Unterholz unterwegs, während die kleinen Affen längst zu meinen neugierigen Nachbarn geworden sind. Am späten Abend verändert sich die Geräuschkulisse noch einmal. Aus Richtung der Tierparks tragen sich Rufe und Kreischen durch die Dunkelheit. Ich kann nicht sicher sagen, welches Tier ich gerade höre – und vielleicht ist gerade dieses Nichtwissen so faszinierend. Die Geräusche erinnern mich daran, dass hinter meinem Baumhaus keine gewöhnliche Hotelanlage beginnt, sondern eine riesige Tier- und Naturwelt.

Zum Schutz vor neugierigen Makaken ist der private Patio von einem Netz umgeben.
Fine Dining im Forage – zwischen Rooftop-Garten und Regenwald
Zum kulinarischen Angebot des Mandai Rainforest Resort gehören zwei Restaurants und eine Bar. Im Planter’s Shed werden Frühstück, Lunch und Dinner serviert, während das Forage auf der vierten Etage mit nur 40 Plätzen einen deutlich kleineren und exklusiveren Rahmen bietet. Dazu kommt die Pool Bar auf der fünften Etage. Das Frühstück im Forage ist exklusiv den Gästen der Baumhäuser vorbehalten, während Lunch, Afternoon Tea und Dinner auch anderen Gästen kostenpflichtig offenstehen.

Vom Dachgarten auf den Teller: Im Forage finden frisch geerntete Kräuter ihren Weg in die saisonale Küche.
Das eigentliche Fine-Dining-Erlebnis beginnt für mich schon mit dem Ort. Vom Forage öffnet sich der Blick weit über den See und den endlosen Regenwald, während auf dem Rooftop direkt über dem Restaurant Kräuter und Pflanzen für die Küche wachsen. Am Nachmittag gehe ich selbst durch diesen Garten und entdecke Thymian, Rosmarin, Ingwerblüte, Zitronenbasilikum und Pandan. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet auf einem Rooftop mitten im Regenwald so viel für die Küche angebaut wird. Später finden die Pflanzen in Ölen und Garnituren der Gerichte ihren Platz.

Vom Rooftop-Infinity-Pool reicht der Blick weit über die ursprüngliche Landschaft Mandais.
Chef de Cuisine Marcus Tan arbeitet mit einer saisonalen Harvest-to-Table-Küche und verbindet die Zutaten aus dem eigenen Garten mit Produkten lokaler Produzenten. Am Abend wird daraus ein mehrgängiges Tasting-Menü, bei dem moderne Fine-Dining-Küche auf die unmittelbare Umgebung trifft. Vor den großen Fenstern liegen der See und die Baumkronen, während auf dem Teller aus den Produkten des Tages präzise komponierte Gänge entstehen.

Die beiden Pools der Senctuary Treehouses liegen herrlich eingebettet in dichter Vegetation.
Banyan Tree Spa im Mandai Rainforest Resort
Und dann entdecke ich zwischen den Bäumen eine Architektur, die so gar nicht nach klassischem Spa aussieht. Drei Wellness-Pods erinnern mit ihrer geschuppten Außenhaut an das Sunda-Schuppentier, das in Singapur heimisch und stark gefährdet ist. Mit ihrer futuristischen Form wirken sie fast wie kleine Kapseln, die zwischen den Bäumen gelandet sind.

Drei futuristische Spa-Pavillons, deren schuppenartige Hülle an eine schützende Rüstung erinnert.
Im Spa empfängt mich meine Therapeutin Gracy und begleitet mich in einen dieser außergewöhnlichen Wellness-Pods. Meine Thai-Massage ist kräftig und intensiv, mit Dehnungen, Druck und Bewegungen, die den ganzen Körper einbeziehen. Ich liebe diese Intensität und spüre schon während der Behandlung, wie die Spannung aus meinem Körper weicht. Gleichzeitig liege ich in einem Raum, der mit seinen geschwungenen Formen wohl der futuristischste Ort ist, an dem ich jemals eine Massage bekommen habe.
Wer im Baumhaus wohnt, kann sich anschließend auch an einen der beiden privaten Pools in den East und West Pavilions zurückziehen. Und ganz oben auf dem Dach liegt der große Rooftop-Pool, von dem sich der Blick weit über den See und die Naturlandschaft rund um das Hotel öffnet.

Die organischen Formen setzen sich im Inneren fort und machen die Spa-Räume zum Design-Erlebnis.
Mandai Wildlife Reserve & Singapore Zoo: Tierwelt in Singapur
Und dann sind da natürlich noch die Tierparks, die diesen Aufenthalt für mich so besonders machen. Das Mandai Wildlife Reserve liegt direkt neben dem Resort und vereint gleich fünf große Wildlife-Erlebnisse: den Singapore Zoo, den Night Safari, River Wonders, Bird Paradise und Rainforest Wild Adventure. Zusammen leben dort mehr als 21.000 Tiere aus fast 1.000 Arten.
Im Singapore Zoo begegnen mir Orang-Utans, Elefanten und viele weitere Tiere in großzügig gestalteten Lebensräumen. River Wonders nimmt mich mit an die großen Flüsse der Welt, Bird Paradise widmet sich der faszinierenden Vielfalt der Vogelwelt und Rainforest Wild Adventure führt noch tiefer in tropische Lebensräume. Sobald die Sonne untergeht, beginnt im Night Safari ein ganz anderes Erlebnis: Mehr als 900 nachtaktive Tiere werden dort nach Einbruch der Dunkelheit zum Mittelpunkt einer nächtlichen Safari.

Der Singapur Zoo liegt direkt neben dem Mandai Rainforest Resort – ein Highlight nicht nur für Familien mit Kindern.
Was ich an der Lage des Luxushotels besonders mag, ist die unmittelbare Nähe zu dieser faszinierenden Tierwelt. Nach einem Tag im Singapore Zoo oder im Bird Paradise sind es nur wenige Minuten zu Fuß zurück zu meinem Baumhaus. Und oben in den Ästen über mir beginnt währenddessen auch für die kleine Affenfamilie der Abend: Noch ein paar schnelle Sprünge zwischen den Zweigen, dann verschwinden die kleinen Gesichter im Blätterdach.
Kontakt und Buchung: Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree
Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree.

General Manager Michael Scheffers und sein Team stehen für außergewöhnlich aufmerksamen und herzlichen Service.
Singapur: Beste Reisezeit
Tropischer Regenwald und Regenschauer gehören in Singapur einfach zusammen. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über meist bei 30 bis 32 °C am Tag und 24 bis 26 °C in der Nacht. Wer nach der besten Reisezeit für Singapur sucht, sollte vor allem die Niederschläge berücksichtigen. Der Februar ist im langjährigen Durchschnitt der trockenste Monat, während es von November bis Januar meist mehr regnet. Eine ausgeprägte Trockenzeit gibt es allerdings nicht. Ein kleiner Regenschirm gehört deshalb unabhängig vom Reisemonat ins Gepäck. Auch rund um das Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree kann es kräftig schütten – danach leuchtet das satte Grün des Regenwalds umso intensiver.

Abtauchen, erfrischen und den Dschungel ringsherum genießen.
Singapur und Koh Samui kombinieren
Lust auf mehr Südostasien? Singapur lässt sich wunderbar mit Koh Samui verbinden. Wer nach dem Dschungelabenteuer im Mandai Rainforest Resort Lust auf tropische Strände und ein weiteres außergewöhnliches Banyan-Tree-Resort hat, findet hier meinen Hoteltipp für die thailändische Insel.
BANYAN TREE AUF KOH SAMUI – WELLNESSURLAUB FÜR DIE SINNE

Ein Ort voller Schönheit, der die Sinne berauscht und das Herz höher schlagen lässt.

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